So finden Sie zu einem gesunden Schlaf!

schlafendes Mädchen im Lavendelfeld
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Am 13. März ist Welt-Schlaf-Tag!

Zu diesem Anlass haben wir uns mit dem Thema „gesund schlafen“ genauer beschäftigt und in diesem Artikel die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Wie hast du denn heute geschlafen?

Jeden Tag stellen sich viele ÖsterreicherInnen diese Frage. Speziell in Zeiten von Corona steigt die Zahl der an Schlafstörungen leidenden Menschen rapide. Viele werden von Sorgen, Ängsten und Zweifeln geplagt. Die sich kreisenden Gedanken hindern uns oft am Einschlafen. Nicht selten wacht man mitten in der Nacht auf und das Gedankenkarussell fängt sofort wieder an sich zu drehen. Dann ist an einschlafen nicht mehr zu denken. Doch gut zu schlafen ist sowohl für unser körperliches als auch für unser seelisches Wohlbefinden essenziel.

Warum ist Schlaf so wichtig?

Während wir schlafen fährt unser Organismus Herzschlag und Blutdruck herunter. Gleichzeitig ist er aber hochaktiv.

Vor allem das Immunsystem ist in der Zeit des Schlafens aktiv. Stoffe, die die Immunabwehr steigern werden in der Nacht ausgeschüttet.

Für unser Hirn ist Schlafen deshalb wichtig, weil es alles wiederholt, was untertags passiert ist. Neue Synapsen werden gebildet und Daten werden aus dem Kurz- in den Langzeitspeicher verlagert.

Im Schlaf bewegen wir uns sehr viel „Wir führen nachts im Schnitt 50 kleine und 20 große Bewegungen aus“, erklärt der Schlafforscher Prof. Jürgen Zulley. Durchblutungsstörungen und Muskelverspannungen werden dadurch vorgebeugt.

Wie viel Schlaf braucht der Körper, um gesund zu bleiben?

Forscher haben herausgefunden, dass 6 bis 8 Stunden Schlaf pro Nacht am besten sind, um ein gesundes Herz- Kreislaufsystem aufrecht zu erhalten. Zu viel oder zu wenig Schlaf stört den Biorythmus des Körpers und kann zu ernsthaften Herzerkrankungen führen.

Der Schlaf vor Mitternacht soll bekanntlich der gesündeste sein. Das stimmt so nicht. Prof. Ingo Fietze, Leiter des interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité in Berlin meint dazu, dass grundsätzlich die ersten vier Stunden Schlaf die besten und erholsamsten seien, da man in dieser Zeit die größte Portion Tiefschlaf bekommt. Ob diese Stunden nun vor oder nach Mitternacht geschlafen werden, sei weniger entscheidend.

Ganz abwegig ist der Zusammenhang von Mitternacht und Schlaf trotzdem nicht: Denn zwischen 22.00 und 24.00 Uhr sei das Zeitfenster, in dem man am besten einschlafen kann, erläutert der Experte.

Was sollte man bei der richtige Schlafumgebung beachten?

Die richtige Schlafumgebung hat einen großen Einfluss auf die Qualität des Schlafes. Dort wo wir uns wohl und geborgen fühlen können wir uns entspannen und loslassen. Dies sind nicht unwichtige Faktoren für einen gesunden Schlaf.

Raumdüfte können Sie sehr gut dabei unterstützen, einen gesunden Schlaf zu bekommen. Viele Ätherische Öle haben eine beruhigende Wirkung. Da gibt es Lavendel, Melisse, Narde, Neroli, Muskatellersalbei, Ho-Blätter, Basilikum und Bergamotte! All diese Öle sind für ihre gute Wirkung bei Schlafstörungen bekannt. Probieren Sie einfach aus, welche Ihnen am meisten zusagt.

Sorgen sie in jedem Fall für ausreichend Frischluft. Regelmäßiges Lüften ist für einen guten Schlaf unumgänglich.

Das Schlafzimmer

Unser Körper weiß, wann er schlafen und wann er aufwachen soll. Verantwortlich dafür ist das Hormon Melatonin. Wenn es dunkel wird, produziert unser Gehirn Melatonin – wir werden müde. Wird es hell, stoppt das Gehirn die Produktion – wir werden wach. Somit lässt sich sagen, dass ein verdunkeltes Schlafzimmer wesentlich dazu beiträgt, dass wir gut einschlafen können.

Immer wieder hört man, dass die Raumtemperatur einen großen Einfluss auf unser Schlafverhalten hat. 16 – 18 Grad Celsius sind die optimale Raumtemperatur. Warum ist das so? Wird es Nacht, senkt sich die Temperatur naturgemäß um einige Grade ab. Der Körper reagiert darauf, indem er sich automatisch herunterfährt und dadurch zur Ruhe kommt. Man sollte aber darauf achten, dass die Temperaturen im Schlafzimmer wirklich nicht zu kalt oder zu warm sind. Ist es zu kalt, verspannen sich die Muskeln und der Körper muss enorm viel Energie aufwenden. Ist es zu warm, fängt man an zu schwitzen, wird unruhig und das stört den gesunden Schlaf.

Das Bett

Nicht unwesentlich ist auch die Wahl des Bettes. Die Entscheidung für die richtige Wahl hängt von Ihren ganz persönlichen Bedürfnissen ab. Liegen Sie lieber hart oder weich? Leiden Sie unter Rückenschmerzen, Problemen mit den Bandscheiben oder der Wirbelsäulen- und Nackenverspannungen? Welche Art des Bettes für Sie geeignet ist können Sie selbst am besten beurteilen. Ratsam ist es auch, sich hierbei kompetent beraten zu lassen. Denn die Auswahl ist groß:

Boxspringbett
Polsterbett
Futonbett
Wasserbett
Bett mit Lattenrost

Auch bei der Wahl der Bettwäsche sollte man sich Zeit nehmen und gut recherchieren.

Bettdecken prägen das Schlafklima. Während der eine leicht zu schwitzen beginnt, wird dem anderen leicht kalt. Auch für diese Bedürfnisse bietet der Markt eine große Produktbandbreite.

  • Daunendecken & Federdecken: Entenfeder-Decke, Gänsefeder-Decke, Eiderdaunen-Decke.
  • Tierhaardecken: Kamelhaar-Decke, Kaschmirdecke oder Schafschurwolle-Decke.
  • Natürliche Bettdecken aus Naturfasern: Baumwoll-Decke, Seidendecke oder Leinendecke.
  • Synthetische Fasern: Microfaser-Decke.

Für die Wahl des Kopfpolsters sollten Sie sich Zeit nehmen und gut informieren. Es gilt hierbei einiges zu beachten. Wie ist ihre gewohnte Schlafposition? Welche Form soll der Polster haben? Womit ist er gefüllt? Speziell Allergiker sollten sich hier schlau machen.

Kopfpolster-Arten

Klassische Kopfpolster
Seitenschläferkissen
Nackenkissen
Nackenrolle
Nackenstützkissen

Kopfpolster-Füllungen

Daunen und Federn
Naturhaar
Dinkelspelz
Hirsespelz
Hohlfaserfüllungen

Formkissen als Stütze

Kaltschaum
Viscoschaum
Gelschaum
Latex
Naturkautschuk

Es ist möglich, dass sie all diese Punkte bereits beachten und immer noch an massiven Schlafstörungen leiden. Die Ursache dafür kann sowohl psychischer als auch körperlicher Natur sein. In diesem Fall ist es ratsam einen Spezialisten aufzusuchen. Vielleicht leiden Sie an Depressionen oder einer Angststörung? Eventuell haben die Schlafprobleme aber auch eine organische Ursache. Wie für viele Beschwerden gibt es auch bei Schlafproblemen spezielle Schlafmediziner, die Fachleute auf diesem Gebiet sind.

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